Tattoos- Der Körperkult schlechthin 

Ein sehr umstrittenes Thema. Ist das Kunst oder einfach nur Verstümmelung? 

Diese 2 Parteien sind die häufigst vertretenden in dem Thema. Die einen, die das als wunderschön empfinden und oft selber welche haben, und die, die nur die Nadel sehen wie sie die Haut zerstört. Aus meiner Erfahrung heraus sind es oft junge Leute, die dem Körperkult positiv entgegenschauen. Aber aus einem einfachen Grund: Mode. Eine Menge Leute lassen sich Motive stechen die gerade „in“ sind. Im Moment sind es z.Bsp die sogenannten „Watercolortattoos“. Schön anzusehen, ehrlich. Aber wenn die keine persönliche Bedeutung haben, bereuen die meisten es in 10 Jahren wieder, weil es dann „aus der Mode ist“.

Die andere Partei argumentiert dann mit dem Alter. „Wenn man dann alt ist und die ganze Haut labberig und faltig ist, sieht es auch nicht mehr schön aus“, sagen dann viele. Ebenfalls oft vertreten ist die Erinnerung an das „Arschgeweih“. Ein Tattoo, welches am Anfang der 2000’er unglaublich beliebt war, vorzugsweise bei Frauen (der Film Kokowääh 2 zeigt wieso 😉 ). Dazu wurden die Hosen extra mit niedrigem Bund gekauft, bauch- und somit auch steißbeinfreie Shirts, sodass man es gut sah. Heutzutage werden die meisten dieser Tattoos weggelasert oder unter „high-waist“-hosen versteckt. 

Jedoch gibt es noch andere Gründe sich für ein Tattoo zu entscheiden ausser Mode.

  1. Bedeutung
  2. Verstecken
  3. Rebellion

Die Bedeutung eines Tattoos ist für viele das Wichtigste. Sei es der Name der Tochter und/oder des Sohnes, das Geburtsdatum der Schwester/des Bruders, das Gesicht der Mutter, das Datum der Hochzeit, Landkarte die die Vorliebe für das Reisen darstellt oder Hundepfoten für Tierliebhaber. Jedes auch so makabere Tattoo kann eine Bedeutung für jemanden haben. 

Um ein paar Beispiele zu nennen:

Jerome Boateng: 

Der Fussballer, bekannt als „Nachbar“ aus der Deutschen Nationalmannschaft, hat einen Fussball an seinem Ellbogen. Wieso, ist ja eigentlich selbsterklärend. 

Josh Marshall:

Sein kleiner Sohnt litt an einem Hirntumor, der ihm dann operativ entfernt wurde. Dies hinterließ eine Narbe an seinem Kopf. Sein Vater Josh liess sich daraufhin ein Abbild der Narbe auf seinen Kopf tattöwieren. 

Verstecken:
Das Verstecken von Narben ist auch eine häufiger Grund sich tattöwieren zu lassen. Leute mit Brandnarben auf dem Oberschenkel oder Arm unterziehen sich dann einem „cover up“. Oder auch Leute die sich mal selbstverletzten, lassen sich ein Tattoo über die Narben stechen. Dies ist für den Tattöwierer oft sehr schwierig, da Narbengewebe viel schwerer zu tattöwieren ist. Tatsächlich gibt es nur wenige Spezialisten die sich an Narbengewebe herantrauen. Deswegen ist es oft notwendig dafür längere Wege hinter sich zu bringen.

Rebellion:

Rebellion ist ein relativ seltener aber trotzdem auftauchender Grund. Sei es gegen die Gesellschaft oder das Elternhaus o.ä.

 Tattoos sind, wie bereits erwähnt, nicht von jedem sehr angesehen und manche nutzen dies als Argument um es „extra“ zu machen- anders sein als die Gesellschaft, oder eben als das Elternhaus es einem vorschreibt. 
Meiner Meinung nach sollte man sich vor so einer Entscheidung gründlich überlegen welches Tattoo man wo haben möchte. Es kann unter Umständen auch den Beruf beeinflussen wie z.Bsp als Sanitäter. In diesem Job sind nur Tattoos erlaubt die von der Uniform verdeckt werden. Und als Bankkauffrau ist es auch nicht empfehlenswert. Aber nicht wegen der Hygiene sondern aufgrund der Vorurteile: „Knasti“, „Nazi“, „Assi“ etc. 

Fazit:

Sollte man sich mit dem Gedanken beschäftigen, sich ein Tattoo stechen zu lassen, dann aus Überzeugung und nicht auf „Versuchen kann man es ja mal“. Vorher informieren, welche Konsequenzen das eventuell für den Job hat. Wenn man sich nicht sicher ist wie es aussehen wird, gibt es die Möglichkeit sich einen „Vordruck“ zu holen. Bedeutet ein temporäres Tattoo auf der gewünschten Stelle zu haben. 

Entscheidet euch weise.

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