Rassismus

Rassismus- einer der grässlichsten Sachen dieser Welt. 

Wir hatten uns im Englisch-Leistungskurs lange mit dem Thema auseinander gesetzt und auch in Geschichte. In Englisch hatten wir den Schwerpunkt, logischerweise, auf Amerika gesetzt und in Geschichte auf die Judenverfolgung in Deutschland. Und ich persönlich habe innerlich gekocht. Aus zwei Gründen:

  1. Es ist passiert und die Menschheit war schrecklich.
  2. Sie ist es immer noch. Es ist nicht vorbei.

Bestes Beispiel, die momentane Flüchtlingslage in Deutschland. Mir wäre es auch lieber, wenn das Geld in die hiesigen KiTa’s oder ähnliches gesteckt werden würde. Aber diese Leute haben nichtmal ein Zuhause. Es sind Flüchtlinge und keine Einwanderer. Und genau da muss man Unterscheiden. 

Ein Einwanderer: „jmd., der in einem fremden Land lebt und dort auf Dauer bleiben will.“

Ein Flüchtling: „Als Flüchtling bezeichnet man eine Person, die ihre Heimat fluchtartig verlassen musste. In der Regel flüchten diese in ein Flüchtlingslager oder in ein urbanes Zentrum eines Nachbarlandes um dort Asyl, Schutz und Unterstützung zu suchen.“ (Wikipedia)

„Schutz“. Die kommen nicht hierher um sich hier abzusetzen um hier „Friede-Freude-Eierkuchen“ zu feiern. Ich bezweifle, dass die es toll finden, in einem Land leben zu „müssen“, dessen Sprache sie nicht einmal können. Ich setze müssen in Anfürungsstrichen, weil viele sagen würden „Sie können auch wieder gehen“. Klar, können sie das, aber wohin denn, bitte? Ihre Heimat ist entweder zerstört oder über die Politik zunichte gemacht. Alle beschweren sich, aber keiner weiss wie es ist zu flüchten. Die Älteren unter uns, die Hitler noch ertragen mussten, oder aus dem Osten geflüchtet sind, die nehme ich bedingt raus. Aber wir haben es hier in Deutschland vergleichsweise echt gut und anstatt zu helfen und das Geld sinnvoll zu nutzen, wird nur zugeschaut und dreckig geredet. 

In der Geschichte haben wir gelernt, wie es enden kann, wenn man den Rassismus zu viel Freiraum lässt und die Augen verschliesst. Haben wir nicht dadurch gelernt? Ich möchte meine Kinder nicht im Krieg oder in einer rassistisch, intoleranten Gesellschaft großziehen müssen. 

Ich habe in der Schule im Unterricht mal einen Nazi‘ spielen müssen. Ich konnte es nicht. Nicht weil ich schlecht spiele oder so, sondern weil ich mich davor gesträubt habe. Ich konnte es einfach nicht verarbeiten, wie schlecht man sein musste. Ich habe Angst, dass es wiederkommt was damals passierte. „Das ist was anderes gewesen“. Nein, ganz und gar nicht.

Wie ist Hitler mit der NSDAP damals zur Macht gekommen? Das damalige Deutsche Reich lief nicht und sie brauchten einen Sündenbock. Seit Anfang der Zeit waren es immer die Juden, also nahmen sie die diesmal auch. Sie waren eh in der Minderheit. Dem Volk kam das recht. Sie hatten jemanden auf den sie die Schuld schieben konnten, gaben der NSDAP recht, wählten sie und dann ging alles schnell. 

Wie ist es heute? Da kamen die Flüchtlinge, ein Teil von Deutschland regt sich darüber auf, die AFD unterstützt diese Ansichten, sie wird gewählt und schon haben wir die Rechten ganz oben in der Politik. Es gibt wieder einen Sündenbock. 

Meine Geschichtslehrerin sagte einmal: „Geschichte wiederholt sich immer“. Ich hoffe diesmal nicht zum vierten Mal. Früher waren es die Christen, dann die Afro-Amerikaner und zum Schluss die Juden. 

Das war schon drei Mal zu viel. 

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